Skip to content

Seminar: Media & visual technologies as material culture – students’ projects

Seminar: Media & visual technologies as material culture – students’ projects published on No Comments on Seminar: Media & visual technologies as material culture – students’ projects

The following joint student projects are conducted in the seminar “Media and visual technologies as material culture” at the Department of Social and Cultural Anthropology of the University of Vienna:

  • Team A: Non-Use of Smartphones
    -> Which impact does the non-use of smartphones have for the private and working life? Why do people decide against using smartphones?
  • Team B: Meaning of Cellphones for Refugees
    -> What is the meaning of cellphones for refugees in Austria?
  • Team C: Crowd-sourcing & Labor
    -> How are subjective meanings of “team work” shaped by the inter-dependencies between freelancers and the website Capacitor?
  • Team D: Sharing of Visual Media, Art & Cultural Identity
    -> In what aspects have the Japanese art forms of dance and painting changed through the sharing of visual media/material?
  • Team E: Access to Internet & Power Relations within the Family Home
    -> What are the effects of internet usage on children and young adults in respect to power relations in the family home?
  • Team F: Conversion/Discussion about Digital Content
    -> What is the difference between usage of commentary sections of Serbian and German online newspapers?
  • Team G: Self-Identification through Visual Communication & Social Media
    -> How do people identify/define themselves through visual communication via social media (websites (blogs), video blogs and Instagram)?
  • Team H: Ayahuasceros – Making of Ritual Community on Facebook
    -> What is the relevance of Facebook in the community building process of Austrian Ayahuasca ceremonies?
  • Team I: Bicycle Movement & Digital Media in Vienna
    -> How are digital media technologies utilized in relation to the social network BikeKitchen?

Seminar: Media & visual technologies as material culture – students’ research ideas

Seminar: Media & visual technologies as material culture – students’ research ideas published on No Comments on Seminar: Media & visual technologies as material culture – students’ research ideas

Clustering of individual ideas to create joint research projects in the seminar “Media and Visual Technologies as Material Culture” at the Department of Social and Cultural Anthropology of the University of Vienna.

clustering_ideas

Seminar: Media & visual technologies as material culture – course description

Seminar: Media & visual technologies as material culture – course description published on No Comments on Seminar: Media & visual technologies as material culture – course description

Seminar “Media and visual technologies as material culture” by Philipp Budka
MA Program CREOLE & MA Program Social & Cultural Anthropology
University of Vienna

Seminar Description

This course gives an overview about material culture as conceptual approach to understand media and visual technologies. It focuses on digital media technologies, their visual aspects and how they are integrated and practiced in everyday life.

Continue reading Seminar: Media & visual technologies as material culture – course description

Paper: Von „Cyber Anthropologie“ zu „Digitaler Anthropologie“: kultur- und sozialanthropologische Beiträge zur Erforschung digitaler Medientechnologien.

Paper: Von „Cyber Anthropologie“ zu „Digitaler Anthropologie“: kultur- und sozialanthropologische Beiträge zur Erforschung digitaler Medientechnologien. published on No Comments on Paper: Von „Cyber Anthropologie“ zu „Digitaler Anthropologie“: kultur- und sozialanthropologische Beiträge zur Erforschung digitaler Medientechnologien.

Budka. P. 2014. Von „Cyber Anthropologie“ zu „Digitaler Anthropologie“: kultur- und sozialanthropologische Beiträge zur Erforschung digitaler Medientechnologien. Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung: „Rituale, Medien, Bewusstsein – in Memoriam Manfred Kremser“, 9. Januar 2014.

Einleitung

Dieser Vortrag wirft einen Blick auf die kultur- und sozialanthropologische Erforschung digitaler Medientechnologien wie Internet, Soziale Online-Netzwerke und mobile Kommunikationstechnologien. Dabei werden die Grundzüge des Forschungsfeldes der „Cyber Anthropologie“ – besonders im Bezug zum Wiener Institut für Kultur- und Sozialanthropologie – ebenso vorgestellt wie die rezente Entwicklung einer „Digitalen Anthropologie“. Die gemeinsame, übergeordnete Frage dieser kultur- und sozialanthropologischen Projekte lautet: „Was bedeutet Menschsein in einer (zunehmend) digitalen Welt?“. Fallbeispiele aus der ethnographischen Forschungspraxis behandeln konkrete Aspekte des „digitalen Menschseins“ und runden die theoretische Diskussion ab.

Medienanthropologie und die technische Mediatisierung von Kommunikation

In der Kultur- und Sozialanthropologie lässt sich die Forschung zu Medientechnologien grundsätzlich als Forschung zu menschlicher Kommunikation, die von Technologien mediatisiert wird, verstehen. Diese Mediatisierung von Kommunikation ist für die Kultur- und Sozialanthropologie besonders hinsichtlich ihrer Einbettung in soziokulturelle und historische Prozesse und Kontexte interessant: „The key questions for the anthropologist are how these technologies operate to mediate human communication, and how such mediation is embedded in broader social and historical processes“ (Peterson 2003: 5).

In der Medienanthropologie geht es um die Mediatisierung von Kommunikation in unterschiedlichen soziokulturellen Kontexten und unter spezifischen historischen, politischen und ökonomischen Bedingungen.

In der Kultur- und Sozialanthropologie werden Medien nicht auf ihre Inhalte oder Botschaften reduziert. Im Versuch ein möglichst ganzheitliches Bild von Medienphänomenen zu erlangen, werden Kontexte und Bedingungen unter denen Medien produziert, verteilt und genutzt werden ebenso analysiert wie die technischen Aspekte von Medien. Medien beinhalten immer auch Technologien, die die Mediatisierung von Kommunikation erst ermöglichen. Es macht also Sinn nicht nur von Medien sondern von Medientechnologien zu sprechen.

Über Medientechnologien entwickeln Menschen neue Beziehungen zu Zeit und Raum sowie zu Körper und Wahrnehmung. Und diese Verhältnisse verändern sich aufgrund medientechnologischer Entwicklungen permanent. Die „greifbare“ Materialität von Medientechnologien und die damit verbundenen phänomenologischen Erfahrungen sind also wesentlicher Gegenstand medienethnographischer und medienanthropologischer Forschung (vgl. Ginsburg et al. 2002: 21).

Wichtigste methodische Herangehensweise, um Medienphänomene zu erfassen, ist für die Medienanthropologie, wie für die Kultur- und Sozialanthropologie im Allgemeinen, die ethnographische Feldforschung. Diese methodische Strategie zur empirischen Datenerhebung passt sich dabei sowohl dem Feld als auch den soziokulturellen Handlungsräumen der Menschen an (vgl. z.B. Kremser 1998, Marcus 1998) und kann sich also nicht allein auf Inhalte und deren Rezeption beschränken. Sie muss auch die physischen und sensorischen Dimensionen von Medientechnologien miteinbeziehen, weil über diese soziale Beziehungen hergestellt werden können.

Technologie im soziokulturellen Kontext

Seit den 1950er Jahren untersuchen Kultur- und SozialanthropologInnen neue und „moderne“ Technologien und wie diese vor allem in „nicht-westlichen“ Gemeinschaften verwendet und angeeignet werden (vgl. z.B. Beck 2001, Godelier 1971, Pfaffenberger 1992, Sharp 1952). Doch wie unter anderem Arturo Escobar (1994) meint, ist es schwierig diese Forschungsansätze und -befunde auf hochkomplexe technische Umgebungen in „modernen“ Gesellschaften zu übertragen. Aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive bedeutet diese Transferschwierigkeit weder eine Hierarchisierung von soziotechnischen Systemen und damit verbunden von Gesellschaften, noch bedeutet dies eine Abwertung „nicht-moderner“ oder „traditioneller“ soziotechnischer Systeme. All diese Systeme – vom Töpfern in Indien bis zum Programmieren von Software in Kalifornien – sind hochkomplex und heterogen.

Es besteht allerdings dringender Bedarf an theoretischen Zugängen und weiteren empirischen Befunden, die zum Verständnis soziotechnischer Systeme in „modernen“ Gesellschaften beitragen. So befasst sich auch die Kultur- und Sozialanthropologie zunehmend mit soziotechnischen Systemen in zeitgenössischen Gesellschaften (vgl. z.B. Rabinow 2008, Rabinow & Marcus 2008) – vor allem auch, weil immer wieder Fragen auftauchen, die scheinbar nur von der Kultur- und Sozialanthropologie beantwortet werden können, etwa nach der soziokulturellen und soziokulturell unterschiedlichen Bedeutung von Technologien (vgl. Pfaffenberger 1988, 1992).

Die Kultur- und Sozialanthropologie versucht zu verstehen, wie Technologie – beispielsweise in Form materieller Kultur oder als soziotechnisches System – (kulturell) konstruiert und (sozial) verwendet, genutzt und angeeignet wird. Ähnliche Ziele verfolgen auch Wissenschaftsforschung, Science and Technology Studies und sozialwissenschaftliche Technikforschung (vgl. z.B. Eglash 2006). Die Entwicklung und der Aufschwung digitaler (Medien)Technologien führen zu einer weiteren Differenzierung dieses Forschungsbereichs und zur Etablierung neuer Schwerpunkte.

Text (PDF)

Article: Digitale Medientechnologien aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive

Article: Digitale Medientechnologien aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive published on No Comments on Article: Digitale Medientechnologien aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive

Budka, P. 2013. Digitale Medientechnologien aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive: Überlegungen zu Technologie als materielle Kultur und Fetisch (Digital media technologies from an anthropological perspective: Reflections on technology as material culture and fetish). Medien und Zeit, 28, 1/2013: 22-34.

Abstract

Dieser Aufsatz blickt auf digitale Medientechnologien aus Perspektive der Kultur- und Sozialanthropologie. In einem wissenschaftstheoretischen und historischen Abriss werden einerseits Eckpunkte in der Entwicklung relevanter Forschungsfelder, wie die Anthropologie und Ethnographie der Medientechnologien, die Digitale Anthropologie sowie die Anthropologie der Cyberkultur behandelt. Andererseits werden zwei Fallbeispiele aus der ethnographischen Forschungspraxis vorgestellt, die digitale Technologien als materielle Kultur verstehen. Technologie als materielle Kultur erlaubt es die Materialität und die Normativität von Technologien ebenso zu fassen wie deren alltägliche Aneignung in wandelnden soziokulturellen, politischen und ökonomischen Kontexten. Der Aufsatz schließt mit einer Diskussion der Fetischisierung von Technologien, deren Bedeutung und Zusammenhänge.

Text (PDF)

Primary Sidebar