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Presentation: cyberactivism = cultural activism

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At the 2nd UnlikeUs conference in Amsterdam, I gave a talk on cyberactivism, with KO-Knet and MyKnet.org as examples for the indigenous case.

Budka, Philipp. 2012. Indigenous cyberactivism: the case of KO-Knet and MyKnet.org. Presentation at UnlikeUs conference, Amsterdam, 10.03.2012. (PDF)

Main points:

  • case for media / technology diversity that is cultural diversity
  • through activist projects and practices
  • need to support local languages, cultural heritage & practices
  • through (1) control & ownership, (2) cooperation, networking & sharing

Further reading and resources:

Summary of the presentation by Ryanne Turenhout

Books
Landzelius, K. 2006. (ed.) Native on the net: Indigenous and diasporic peoples in the virtual age. New York & London: Routledge.
McCaughey, M., Ayers, M. D. 2003. (eds.) Cyberactivism: Online activism in theory and practice. New York & London: Routledge.

Journals & Papers
Budka, P., Bell, B., & Fiser, A. (2009): MyKnet.org: How Northern Ontario’s First Nation communities made themselves at home on the World Wide Web. The Journal of Community Informatics, 5(2), http://ci-journal.net/index.php/ciej/article/view/568/450
The Journal of Community Informatics Special Issue (2009): CI & Indigenous Communities in Canada – The K-Net (Keewaytinook Okimakanak’s Kuhkenah) Experience, http://ci-journal.net/index.php/ciej/issue/view/27

Links
UnlikeUs
Institute for Network Cultures

Video: Brief history of APC

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A brief overview of Association for Progressive Communications’ (APC) 20 years of online work for social justice.

About APC:

“APC’s strength lies in the fact that we don’t get excited about the internet for the internet’s sake. We are committed activists who want to use it to make the world a better place. We help people get access to the internet where there is none or it is unaffordable, we help grassroots groups use the technology to develop their communities and further their rights, and we work to make sure that government policies related to information and communication serve the best interests of the general population, especially people living in developing countries.

…”

more at: http://www.apc.org/en/about

Brief history of APC from APC on Vimeo.

Article: Menschen – nicht Medien – revoltieren

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von Philipp Budka in “Die Presse”, Print-Ausgabe, 30.01.2011
Online: die Presse.com

„Social Media“ wie Facebook gelten als neuer Zunder der Revolution. Interaktive und vernetzte Medien sind aber schon lang wichtige Werkzeuge sozialpolitischer Bewegungen.

Die Bedeutung von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien für die sozialpolitischen Umbrüche in Tunesien sowie die Proteste in Ägypten wurden und werden sowohl in der österreichischen als auch in der internationalen Medienlandschaft intensiv diskutiert. Kaum ein Beitrag, der „sozialen“ Medien wie Facebook oder Twitter nicht wesentlichen Anteil an der „Revolution“ in Tunesien oder den Protesten in Ägypten einräumt.

Bei allem Respekt vor Journalistinnen und Journalisten, die mittels Handy und Twitter direkt aus Krisenregionen und an staatlich kontrollierten Massenmedien vorbei berichten, vor einem Künstler, der sich musikalisch via YouTube gegen ein autokratisches System stellt, und vor einem Piloten, der sich weigert, Mitglieder des unterdrückenden Regimes außer Landes zu fliegen und dafür zu Recht auf Facebook gefeiert wird: Nicht vergessen sollten wir etwa bei der tunesischen „Revolution“, dass dieser politische Umbruch auf der Straße herbeigeführt und entschieden wurde.

Digitale, interaktive und vernetzte Alternativmedien waren schon lange vor den sogenannten „Social Media“ wichtige Werkzeuge von sozialpolitischen Bewegungen. Prominentes Beispiel ist der Aufstand der Zapatistas in Mexiko, der 1994 mittels Newsgroups, Mailing-Listen und Webseiten eine internationale Gegenöffentlichkeit erzeugte. Diese wiederum war bemüht, Druck auf die mexikanische Regierung auszuüben, um der indigenen Bevölkerung endlich Menschen- und Landrechte zuzugestehen. Rückblickend war es aber vor allem die geschlossen auftretende mexikanische Zivilbevölkerung, die durch landesweite Märsche, Demonstrationen und Petitionen maßgeblich zur Unterstützung der unterdrückten Indigenen Mexikos beitrug.

Neue soziale Online-Medien wurden dann beispielsweise 2009 im Zug der Wahlen im Iran verwendet, um auf staatliche Unterdrückung und gewalttätige Übergriffe auf Regierungskritiker international aufmerksam zu machen. Aber auch hier war es der sozialpolitische Druck der Straße, der dem iranischen Regime ernsthafte Probleme bereitete. Internettechnologien wie Twitter, YouTube oder Facebook konnten solange als alternative Kommunikations- und Informationsmittel eingesetzt werden, bis der Staat, vor allem dank europäischer Softwaresysteme, in der Lage war, auch diese Kommunikation zu kontrollieren, zu zensieren und zu unterdrücken. Ähnliches spielt sich nun auch in Ägypten ab.

Digitale Medientechnologien sind wunderbar geeignet, um Bilder, Texte und Augenzeugenberichte eines politischen Umbruchs schnell an eine online vernetzte „Weltöffentlichkeit“ zu vermitteln. Wie die aktuellen Beispiele Tunesien und Ägypten zeigen, finden vor allem mobile Kommunikationstechnologien in zunehmendem Maß für die lokale Protestorganisation Verwendung.

Dennoch – abseits des Hype, auf dem Boden der Tatsachen, sollten zwei Punkte besonders betont werden: Erstens hat nicht die gesamte Weltbevölkerung gleichermaßen Zugang zu digitalen Technologien (einerseits aus finanziell-wirtschaftlichen und infrastrukturellen Gründen, andererseits, weil politische Regimes versuchen, diesen Zugang aktiv zu kontrollieren). Und zweitens sind es auch im Zeitalter von Facebook & Co. die Menschen auf den Straßen, die die entscheidenden Handlungen setzen, um „Revolutionen“ herbeizuführen oder eben nicht.

Philipp Budka
Initiative Teilnehmende Medienbeobachtung
Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien

Article: Indigener Cyberaktivismus und transnationale Bewegungslandschaften im lateinamerikanischen Kontext

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Budka, P., Trupp, C. 2009. Indigener Cyberaktivismus und transnationale Bewegungslandschaften im lateinamerikanischen Kontext (Cyberactivismo indígena y paisajes de movimientos transnacionales en el contexto latinoamericano / Indigenous cyberactivism and transnational movements in the Latin American context), in J. Kastner & T. Waibel (eds.) „… mit Hilfe der Zeichen | por medio de signos …“ Transnationalismus, soziale Bewegungen und kulturelle Praktiken in Lateinamerika. Münster: LIT-Verlag, pp. 207-226.

Abstract

Prozesse der Globalisierung beeinflussen vor allem jene Menschen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, wie zum Beispiel ein Großteil der rund 30 Millionen Indigenen Lateinamerikas. Ausgeschlossen von politischen, soziokulturellen und ökonomischen Diskursen, wie sie über die Massenmedien geführt werden, verwenden Indigene Bewegungen im zunehmenden Maße Internettechnologien, um sich zu vernetzen, zu (re)präsentieren, Identitäten zu (re)konstruieren und aktivistisch tätig zu sein. Aufgrund eingeschränkten Zugangs zu Internettechnologien sind sie oftmals auf Akteure angewiesen, die ihre Anliegen vertreten und sich mit ihnen solidarisieren. Wie indigene Bewegungen im lateinamerikanischen Kontext transnational distribuierte Internettechnologien nutzen, adaptieren und praktizieren, wird aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive anhand der Zapatisten in Mexiko und der Mapuche in Chile in diesem Beitrag diskutiert.

Los procesos de la globalización influyen sobre todo a aquellas personas que están en el márgen de la sociedad, como por ejemplo una mayoría de los indígenas de latinoamérica. Excluidos del discurso político, sociocultural y económico como lo llevan los medios de masas, los movimientos indígenas utilizan cada vez más la tecnología del internet para conectarse en redes, (re)presentarse, (re)construir identidades y practicar activismo. Debido al restringido acceso a tecnologías de internet muchas veces dependen de actores que representan sus intereses y se solidarizan con ellos. En este artículo se discute desde una perspectiva de la antropología cultural y social de cómo los movimientos indígenas en el contexto latinoamericano usan, adaptan y practican las tecnologías de internet distribuidos transnacionalmente tomando como ejemplos el EZLN en México y los Mapuche en Chile.

Text (PDF) (German)